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Heilige Kunstschaetze und neu bedachte Salzburger Festspiele
Die UNESCO-Weltkulturerbestadt Salzburg zählt jährlich rund 4.000 Musik- und Theaterveranstaltungen. Die Pfingstfestpiele stehen diesen Sommer zum letzten Mal unter der Leitung des italienischen Star-Dirigenten Riccardo Muti. Pünktlich dazu wird die Felsenreitschule mit einem neuen, mobilen Dach ausgestattet. Im Salzburg Museum ist die größte Mittelalterausstellung seit 40 Jahren zu sehen.

Eine der einzigartigsten Spielstätten Salzburgs, die 1693 erbaute Felsenreitschule, verfügt ab Ende Mai über ein neues mobiles Dach. Dieses ist absolut winterfest und - ähnlich wie bei einem Cabriolet - mit einem Teil fix mit dem Gebäude verbunden, der andere Teil ist zu öffnen. Die Wirkung der eindrucksvollen in den Mönchsberg gehauenen Arkaden und der Charakter einer Freilichtbühne bleiben vollständig erhalten. Das erste Konzert nach den Bauarbeiten am 9. Juni dient dem akustischen Test für Riccardo Muti, der vier Tage später bei den Pfingstfestspielen das Abschlusskonzert in der Felsenreitschule dirigiert.

Die Salzburger Pfingstfestspiele (10.6.-13.6. 2011) stehen zum letzten Mal unter der künstlerischen Leitung des italienischen Star-Dirigenten Riccardo Muti, der unter dem Titel „Salzburg goes Napoli“ auf die lange und traditionsreiche Verbindung der österreichischen und neapolitanischen Kultur verweist. Auf dem Opernprogramm steht „I due Figaro o sia il Soggetto di una commedia“ von Saverio Mercadante im Haus für Mozart, eine Neuinszenierung mit dem Orchestra Giovanile Luigi Cherubini und Konzerte mit Werken u.a. von Luigi Cherubini, Antonio Vivaldi, Nicola Fiorenza, Domenico Sarri und Georg Friedrich Händel. www.salzburgerfestspiele.at

Das internationale Tanz- und Theaterfestival Sommerszene (23.6. bis 16.7. 2011) bringt die interessantesten neuen Tanz-, Theater- und Performance-Produktionen aus verschiedenen Teilen der ganzen Welt nach Salzburg. Thema ist die Magie des Theatralen, der Effekt und die Zauberei in der Bühnenkunst sowie die alternativen Weltsichten, die durch das Theater möglich werden. Auf dem Programm stehen 22 Projekte von Künstlern mit den unterschiedlichsten kulturellen und künstlerischen Hintergründen. www.sommerszene.net

Bei den Salzburger Festspielen (27.7. bis 30.8. 2011) stehen drei Opern-Neuproduktionen auf dem Programm: Riccardo Muti und Peter Stein inszenieren Giuseppe Verdis Macbeth von Shakespeare in der neu renovierten Felsenreitschule. Christian Thielemann und Christoph Loy interpretieren Richard Strauss‘ Frau ohne Schatten. Im Großen Festspielhaus ist Die Sache Makropulos von Leos Janacek unter der Regie von Christoph Marthaler zu sehen.

In der Sparte Schauspiel stehen zwei Uraufführungen, die Neuinszenierung des Faust-Marathons in Hallein und Maß für Maß im Landestheater, sowie die Wiederaufnahme des Jedermann und Ein Sommernachtstraum auf dem Programm. Der Jedermann wird in der überarbeiteten Inszenierung von Christian Stückl in fast unveränderter Besetzung mit Nikolas Ofczarek als Jedermann und Birgit Minichmayr als Buhlschaft über die Bühne gehen. Das Herzstück im Konzertprogramm bilden die Reihen Der Fünfte Kontinent und der 9-teilige Zyklus der Mahler-Szenen. www.salzburgfestival.at

Bis 29.1. 2012 ist die größte Sonderausstellung seit Eröffnung des Salzburg Museums in der Neuen Residenz zu sehen: „ARS SACRA – Kunstschätze des Mittelalters aus dem Salzburg Museum“ gibt einen Überblick über rund 800 Jahre Kunstschaffen in Salzburg und präsentiert sich zudem als die größte Mittelalterausstellung seit rund 40 Jahren. Auf rund 1000 m2 sind mehr als 350 Objekte aus fast allen Sammlungen des Salzburg Museums zu sehen.

Viele der wertvollen, vorrangig kirchlichen und religiösen Kunstschätze waren noch nie oder seit Jahrzehnten nicht mehr zu sehen. Das Salzburg Museum in der Neuen Residenz hat sich mittlerweile als das meistbesuchte Museum Österreichs außerhalb von Wien etabliert. www.salzburgmuseum.at

Die Ausstellungen „Der Ursprung des Raumes. Retrospektive des reifen Werkes“ von Alberto Giacometti und „Alberto Giacometti. Das Atelier des Künstlers“ zeigen von 26.3. bis 3.7. 2011 im Museum der Moderne am Mönchsberg rund 60 Skulpturen, 30 Gemälde und ebenso viele Grafiken und damit Arbeiten der letzten 20 Jahre des Schweizer Künstlers. Thema ist die Frage nach dem Verhältnis von Raum, Zeit und Figur. Die parallel dazu gezeigte Fotoausstellung zeigt Aufnahmen aus Giacomettis Atelier, Gemälde, fertige und entstehende Plastiken, Menschen beim Modellsitzen und den Künstler bei der Arbeit.
Die Ausstellung „Sammlung MAP. Immendorf/Lüpertz“ (9.4. bis 3.7. 2011) zeigt eine größere Auswahl von Gemälden, Grafiken und Skulpturen aus der Dauerleihgabe der Sammlung MAP, die dem Besucher einen eindrucksvollen Überblick über das Schaffen und die Entwicklung der international renommierten deutschen Künstler ermöglicht. www.museumdermoderne.at

Der Hangar-7, gesellschaftliches und gastronomisches Aushängeschild des Red Bull-Imperiums, ist binnen kürzester Zeit zu einem der architektonischen Wahrzeichen des modernen Salzburg geworden. Im Restaurant Ikarus übernimmt jeden Monat ein anderer internationaler Gastkoch das Zepter von Executive Chef Roland Trettl. Im Mai ist der Russe Anatoly Komm zu Gast, der mit seinen spektakulären Menüs in den ungewöhnlichsten Farben und Texturen (teilweise 15-gängig) als Vorreiter der molekularen dekonstruktivistischen Küche in Moskau gilt. Im Juni kommt Emmanuel Renaut, der ein Hotel mit 2-Sterne-Restaurant mit Kochschule und Wellnessbereich in den Höhen von Rochebrune, Megčve in den französischen Alpen betreibt. Im Juli ist das Ikarus Bühne für den Belgier Peter Goossens, der es liebt, mit Kontrasten wie weich und knusprig, süß und sauer oder bitter zu spielen. Mit hochkreativen, puristischen Gerichten kochte sich der Belgier bereits in die exklusive Riege der 3-Sterne-Chefs. www.hangar-7.com



25.04.2011 | 15:04 Uhr
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