Salzburg: Museen im Überblick
Übersicht und Tipps für Touristen

Museen in Salzburg Rund 25 Museen gibt es in der Stadt Salzburg: Sie bergen barocke Kunstschätze, bieten Einblicke in naturkundliche Phänomene und zeigen salzburgtypische Besonderheiten. Berühmte Exponate wie W. A. Mozarts Kindergeige oder das Sattler-Panorama aus 1829 sind dabei genauso beliebt wie die modernen Kunstwerke im Museum der Moderne und das umfangreiche DomQuartier.



Übersicht: Top Museen in Salzburg


Museum Carolino Augusteum
Museumsplatz 1
5020 Salzburg
++0043-662-620808200
www.smca.at
office@smca.at

Informationen:
Das Museum umfasst insgesamt 5 Häuser und präsentiert Schausammlungen wertvollster Kunstobjekte in traditioneller Form vom Barock bis zur Renaissance. Auch Landschaftsmalereien aus der Biedermeierzeit sowie der Sonntagssparziergang von Carl Spitzweg sind hier zu bewundern.

Salzburger Barockmuseum
Mirabellplatz 3
5020 Salzburg
++0043-662-877432
www.barockmuseum.at
office@barockmuseum.at


Informationen:
Das Salzburger Barockmuseum zeigt monumentale Arbeiten des 17. und 18. Jahrhunderts. Der heutige Sammlungsbestand von Maffei, Bernini und Algardi. Öffnungszeiten: Di-Sa: 9.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr, So 10.00-13.00 Uhr

Dommuseum Salzburg
Domvorhalle
5010 Salzburg
++0043-662-84 41 89
www.kirchen.net
dommuseum.salzburg@ kirchen.net

Informationen:
Zu sehen sind Domschätze: liturgische Geräte und Gewänder des 12.-18. Jahrhunderts sowie Werke der Plastik und der Malerei des 15.-18. Jahrhunderts.






Salzburger Stadt- und Heimatgeschichte


Das Salzburg Museum in der prachtvoll renovierten Neuen Residenz am Mozartplatz widmet sich anhand von wertvollen Kunstobjekten, ästhetischen Präsentation und multimedialen Installationen der Kunst- und Kulturgeschichte von Stadt und Land Salzburg. In der Säulenhalle finden wechselnde Ausstellungen statt, regelmäßig auch zeitgenössische Kultur, große Sonderausstellungen können in der lichten Kunsthalle besichtigt werden. Ein weiterer Schwerpunkt sind Landesausstellungen zu bedeutenden Themen wie dem Jubiläum von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ oder 100 Jahre Salzburger Festspiele.

Das zum Salzburg Museum gehörende Panorama Museum beherbergt ein riesiges, beeindruckendes Rundgemälde von der historischen Stadt Salzburg und ihrem Umland von J. M. Sattler aus dem Jahr 1829. Fernrohre ermöglichen Besuchern das Betrachten vieler Details aus dem Alltag der Bürger vor 200 Jahren. Das Salzburg Museum wurde 2009 mit dem Europäischen Museumspreis und 2007 mit dem Österreichischen Museumspreis ausgezeichnet.

Die volkskundliche Sammlung des Museums mit bäuerlichen Prunkmöbeln, historischen Masken, Keramik, Trachten, Schmuck und Klosterarbeiten befindet sich im Volkskunde Museum im Monatsschlössl in Hellbrunn. www.salzburgmuseum.at

Das Salzburger Freilichtmuseum in Großgmain ist mit seinem 50 Hektar umfassenden Areal eines der größten Freilichtmuseen Europas. Hier finden sich – wunderschön naturnahe angelegt und in Gauen unterteilt – fast 100 Originalbauten aus über sechs Jahrhunderten: Vom Bauernhaus über eine Krämerei, von der Schusterwerkstatt bis zum k.k. Gendarmerieposten, vom Getreidespeicher bis zum Bahnhof. Absoluter Besuchermagnet ist die historische Feldbahn, die auf 1,7 Kilometern quer durch das Museum führt und zu einer Nostalgiefahrt einlädt. www.freilichtmuseum.com

In den historischen Räumlichkeiten des Hohen Stocks der Festung Hohensalzburg präsentiert das Festungsmuseum Zeugnisse der Festungsgeschichte und des Lebens auf den Burgen. Gezeigt werden römische Münzen, Keramiken und Mauerreste, eine mittelalterliche Heizanlage oder auch romanische Arkaden. Und was natürlich auf keiner Burg fehlen darf: Waffen, Rüstungen und ein Goldschatz. Auch die komplett eingerichtete Burgküche und eine Folterkammer erlauben einen Blick in die Vergangenheit. Im März 2016 wurden die neu gestalteten Räumlichkeiten des Hohen Stocks präsentiert – ein neues Mechanisches Theater erzählt von der Bedeutung der Erzbischöfe und der Festung. 2017 wurden die Prunkräume renoviert und 2019 wurde mit dem Zeughaus eine neue Ausstellung eröffnet. www.salzburgmuseum.at

Ebenfalls auf der Festung untergebracht ist das Marionettenmuseum mit Exponaten aus dem berühmten Marionettentheater der Stadt. www.salzburghighlights.at

Kirchengeschichte und das DomQuartier


Das 2014 eröffnete DomQuartier ist der Komplex aus Residenz und Dom, ergänzt um das Benediktinerkloster St. Peter und macht erstmals nach 200 Jahren dieses Zentrum der fürsterzbischöflichen Macht als Rundgang erlebbar. Im Herzen der Altstadt entstand damit ein Highlight, das auf 15.000 m² die Prunkräume der Residenz, die Kunstschätze der Residenzgalerie und des Dommuseums, die Kuriositäten der fürsterzbischöflichen Kunst- und Wunderkammer, die kostbaren Exponate der Erzabtei St. Peter und der Barocksammlung Rossacher des Salzburg Museums beherbergt. Das DomQuartier gewährt imposante Ausblicke auf die Stadt und die Stadtberge und bietet unbekannte und prachtvolle Einblicke in ihr kulturelles Herz. Herrschaftsgeschichte, Kunstgeschichte und Architektur werden in einem einzigartigen Zusammenspiel präsentiert. Zu den bemerkenswerten Exponaten zählen unter anderem das über 1.300 Jahre alte Rupertuskreuz, das größte erhaltene Metallkreuz des ersten christlichen Jahrtausends oder die königskronenartige Keutzl-Mitra aus dem 15. Jahrhundert. Die Sammlung Rossacher im Nordoratorium des Doms zeigt eine exquisite Kollektion barocker Entwurfszeichnungen, Skizzen und Modelle von Bernini, Rubens oder Tiepolo. www.domquartier.at

Das Dommuseum (ebenfalls Teil des neuen DomQuartiers) widmet sich seit 1974 der Kunst und Kultur im Salzburger Erzbistum und beherbergt mit dem Domschatz einige europaweit einzigartige sakrale Exponate. Die angrenzende Kunst- und Wunderkammer aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde in den 1970er Jahren im Sinne eines barocken Kuriositätenkabinetts rekonstruiert. Dritter Schwerpunkt des Dommuseums ist die „Lange Galerie“, die unter Erzbischof Guidobald Graf von Thun errichtet wurde. www.domquartier.at

Das unter dem Residenz- und Domplatz gelegene Domgrabungsmuseum gewährt Einblick in die Bautätigkeit seit römischer Zeit. Besonders eindrucksvoll sind die archäologischen Grabungsfunde einer römischen Villa, von der verschiedene Mauern, Architekturteile, Mosaiken, Kanäle und Warmluftheizungsanlagen entdeckt wurden. Zu sehen sind auch Fundamente und Mauerwerk der Westtürme des im späten 12. Jahrhundert unter Erzbischof Konrad III. ausgebauten romanischen Domes, der nach einem Brand (1598) abgetragen wurde. www.salzburgmuseum.at

Seit April 2015 können Besucher auf den 600 m² des neuen Bibelwelt Erlebnismuseums den Schatz der Bibel entdecken: Es ist eine Zeitreise weit zurück in die Menschheitsgeschichte und in den Orient. Biblische Geschichten werden in die heutige Zeit übertragen und als Erlebnisarchitektur erfahrbar gemacht. Die Bibelwelt in der Elisabethkirche gleicht damit einem Abenteuerspielplatz. Der Eingang führt durch ein überdimensionales Ohr und ein Audio-Guide durch die unkonventionelle Ausstellung mit einer 40 m² großen Mittelmeerkarte, finsteren Gängen und wackeligen Böden, einem unterirdischen Verlies und einem „Gnadenautomaten“. www.bibelwelt.at

Im ehemaligen Traditionscafé Glockenspiel am Mozartplatz eröffnete im Herbst 2014 Salzburgs erstes Weihnachtsmuseum. Gezeigt werden Exponate aus den Jahren 1848 bis 1940, so etwa historische Adventkalender, Krampus- und Nikolausfiguren, Weihnachtskugeln, Schmuck der Wiener Werkstätte, Postkarten und alte Marktstände. Die europäische Sammlung umfasst rund 1.000 Objekte. www.salzburger-weihnachtsmuseum.at

Kunst, Wasser und Kulinarik in Salzburgs Museen


Das Museum der Moderne präsentiert an zwei Standorten und auf 3.000 m² aufse-henerregende thematische und monographische Ausstellungen der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Das 2004 eröffnete architektonisch spektakuläre Museum der Moderne Mönchsberg zeigt vorwiegend Ausstellungen größeren Zuschnitts und Sammlungspräsentationen in internationalem Zusammenhang, während man sich im Museum der Moderne Rupertinum im Festspielbezirk auf Wechselausstellungen im Bereich Grafik und Fotografie spezialisiert hat. Seit dem Jahr 2014 hat die international viel beachtete Sammlung Generali Foundation mit rund 2.100 Werken von 130 Künstlern und Künstlerinnen im Museum der Moderne eine neue Heimat gefunden. www.museumdermoderne.at

Ein besonderes Kunsterlebnis unter freiem Himmel verspricht der „Walk of Modern Art“ der Salzburg Foundation: Der in Europa einzigartige Rundgang zeitgenössischer Kunst führt Besucher zu den schönsten Plätzen Salzburgs sowie zu versteckten und historischen Orten wie etwa in die Chorkrypta des Domes oder an die alte Stadtmauer. Die „Open Air“- Werke stammen von namhaften internationalen Künstlern wie Anselm Kiefer, Markus Lüpertz, James Turrell, Anthony Cragg und Christian Boltanski und sind allesamt frei zugänglich. Alle Künstlerinnen und Künstler verfolgten höchst unterschiedliche Ansätze, jedoch mit einem gemeinsamen Ausgangspunkt: die intensive Auseinandersetzung mit der UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Salzburg. Der „Walk of Modern Art“ besteht aus 14 Stationen und kann individuell oder im Rahmen von Führungen erkundet werden. www.salzburgfoundation.at

Der Wasser.Spiegel ist ein Museum in einem der wichtigsten Wasserspeicherreservoirs der Stadt Salzburg: Dieser Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 25.000 m³ befindet sich am Mönchsberg. An diesem ganz besonderen Ort dokumentiert eine Ausstellung der Salzburg AG die Geschichte der Wasserversorgung Salzburgs anhand interessanter Exponate. www.salzburg-ag.at

Österreichs größte Privatbrauerei lädt in der Stiegl Brauwelt zu einem Biererlebnis der besonderen Art: Die interaktive Bier-Ausstellung umfasst das 270°- Stiegl-Braukino, in dem Besucher durch einzigartige Projektionstechniken mitten in den Herstellungsprozesses eintauchen, sowie eine Führung durch die Hausbrauerei und durch den Verkostungs- und Fassreifekeller. Im historischen Maschinenhaus und in der Gastronomie findet sich eine sehr große Auswahl nationaler und internationaler Bierspezialitäten. www.stiegl.at

Salzburger Persönlichkeiten: Mozart, Trakl & Zweig


Mozarts Geburtshaus in der Getreidegasse 9 zählt zu den meistbesuchten Museen der Welt: Von 1747 bis 1773 lebte hier die Familie Mozart. Am 27. Jänner 1756 wurde in diesem Haus der weltberühmte Sohn geboren. Schon 1880 errichtete die Stiftung Mozarteum Salzburg erstmals ein Museum. Heute werden Besucher auf drei Stockwerken durch originale Mozart-Räume geleitet, in denen sich historische Instrumente, Briefe der Familie, Erinnerungsstücke und Portraits befinden. Jährlich wechselnde Sonderausstellungen und die Rekonstruktion einer bürgerlichen Wohnung in Salzburg zur Mozart-Zeit machen das Museum zu einer kulturellen Begegnungsstätte für Mozart-Liebhaber aus der ganzen Welt.

1773 übersiedelte die Familie Mozart in das Haus am Markartplatz, wo 1996 das Museum Mozart-Wohnhaus eröffnet wurde. Neben den unterschiedlichen Stationen der Familie sind auch Wolfgang Amadeus‘ Schwester Nannerl sowie seinem Vater Leopold Räume gewidmet. Daneben verwaltet die Stiftung die Autographensammlung mit rund 200 Originalbriefen Mozarts, rund 300 Briefen seines Vaters sowie zahlreichen Briefen anderer Familienmitglieder. Wertvollster Besitz ist die außergewöhnlich bedeutende Sammlung von mehr als 100 autographe Musikhandschriften (Skizzen, Fragmente, Einzelwerke) aus des Meisters Hand. Neben der Autographensammlung beherbergt die Stiftung Mozarteum überdies die berühmte Bibliotheca Mozartiana, die mit rund 35.000 Titeln umfangreichste Mozart-Bibliothek der Welt. www.mozarteum.at

Seit 2008 beherbergt die Edmundsburg am Mönchsberg das Stefan Zweig Centre Salzburg. Die Ausstellung dokumentiert das Leben und Werk des österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig, der von 1919 bis 1934 in Salzburg lebte. Zudem bietet das Stefan Zweig Centre Salzburg zahlreiche Veranstaltungen sowie individuelle Führungen für Literaturinteressierte an. www.stefan-zweig-centre-salzburg.at

Georg Trakl wurde 1887 als Sohn eines Eisenhändlers in Salzburg geboren. In seinen nur 27 Lebensjahren hat er ein lyrisches Werk geschaffen, das ihm einen Ehrenplatz in der deutschsprachigen Lyrik des 20. Jahrhunderts gesichert hat. Im Geburtshaus des Dichters am Waagplatz ist eine Forschungs- und Gedenkstätte eingerichtet, die im Rahmen von Führungen öffentlich zugänglich ist. Das „Georg Trakl Haus“ zeigt Handschriften, Fotos, Autographen, persönliche Dokumente, Gegenstände aus der ehemaligen Wohnung der Familie und eine Tonbildschau. www.georg-trakl.at

Museumspädagogische Angebote und Veranstaltungen für Familien


Die meisten Salzburger Museen verfügen über museumpädagogische Angebote für Schulgruppen, Kinder und Jugendliche. So etwa gibt es im Salzburger Freilichtmuseum ein historisches Klassenzimmer, einen Schmetterlingserlebnisweg und die beliebte Museumsbahn. Auch das Salzburg Museum bietet spannende Kunstvermittlungsprogramme mit Führungen, Vorträgen und Workshops an. In einigen Museen können auch Kindergeburtstage gefeiert werden. Bei den Familienführungen im DomQuartier Salzburg geleitet Hofzwerg Franz von Meichelböck Kinder spielerisch durch die Räume und plaudert übers Hofzeremoniell und andere Geheimnisse.

Mit einer Ausstellungsfläche von über 7.100 m² zählt das Haus der Natur zu den meistbesuchten Naturkundemuseen Europas: Allein das Aquarium mit 40 Schaubecken ist ein wahrer Besuchermagnet. Das Museum beherbergt einen Reptilienzoo, eine Saurierhalle, eine Weltraumschau sowie die Ausstellungen „Kristallschätze“, „Christian Doppler“, „Welt der Meere und Seen“ und das Science Center. Sonderschauen ergänzen das Angebot. www.hausdernatur.at

„Die Welt des Spielens mit allen Sinnen erleben“, so lautet das Motto im Salzburger Spielzeug Museum. Spielen, Staunen, Ausprobieren und Anfassen – all das ist erlaubt auf den Murmelbahnen, beim Riesenmatador, mit Bobby-Cars, in der Schatzkammer, im Puppenhaus und im Kaufmannsladen. Das Spielzeug Museum beherbergt die größte Sammlung Österreichs zur Geschichte des europäischen Spielzeugs. www.spielzeugmuseum.at

Kostenloser Museumsbesuch mit der Salzburg Card!


Alle Salzburger Museen und Sehenswürdigkeiten können mit der Salzburg Card kostenlos besichtigt werden. Die Karte kann für 24, 48 oder 72 Stunden erworben werden: Sie umfasst außerdem die freie Fahrt mit Festungs- und Untersbergbahn, dem Salzach-Schiff (Tour I) sowie die kostenlose Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel. Besitzer einer Salzburg Card erhalten zudem zahlreiche Vergünstigungen für Konzerte, Theaterbesucher oder Ausflugsziele in der Umgebung. Die Card kann digital erworben werden und erlaubt einen Schnellzutritt bei der Festungsbahn, Untersbergbahn etc.  www.salzburg.info/salzburgcard

Weitere Informationen:
Tourismus Salzburg, Auerspergstraße 6, 5020 Salzburg, Austria,
Tel.: +43/662/889 87 - 0, Fax: +43/662/889 87 - 32, www.salzburg.info, #visitsalzburg

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